Das hart umkämpfte und intensiv geführte Spitzenspiel endete mit einem leistungsgerechten 1:1-Unentschieden. Bitter vor allem für den Vizemeister, der nach einer couragierten und überzeugenden Leistung knapp am so wichtigen Auswärtssieg vorbeischrammte. Der Tabellenführer kann dagegen mit dem gewonnenen Punkt letztendlich zufrieden sein, auch wenn der eingewechselte Mehmet Batdal kurz vor Schluss den Siegtreffer vergab.
Fatih Terim sieht leistungsgerechtes Remis
Ähnlich sah es „Löwen“-Coach Fatih Terim, der sich auf der anschließenden Pressekonferenz zum Spiel äußerte und befand: „Wenn die zwei Angreifer ohne Wirkung bleiben, und sie waren in der Tat ohne jegliche Wirkung, versucht man natürlich andere Möglichkeiten zu finden. Manchmal muss man dazu auch etwas riskieren. Wir hätte auf dem Spielfeld heute allerdings auch andere Lösungen finden können. Objektiv betrachtet, ist das 1:1 ein gerechtes Ergebnis.“
„Glücklich nur 0:1 hinten gelegen zu haben!“
Weiter fuhr Terim fort: „Hasan Sas und ich waren uns einig, dass wir mit dem 0:1 zur Halbzeit noch gut bedient waren. In der zweiten Hälfte haben wir ein Spiel gesehen, dass zur jeder Sekunde spannend war. Nicht nur die Fußballer, sondern das ganze Umfeld muss sich darauf vorbereiten, dass die Playoffs angespannt verlaufen werden. Man muss versuchen, die kritischen Situationen zu beruhigen. Deswegen habe ich meinen Spielern in der Halbzeit auch das Nötige gesagt. Sie hatten kein Recht dazu, sich so zu verhalten. Wir haben noch viel Arbeit vor uns. Solche Spiele werden schon bald an der Tagesordnung sein.“
Senol Günes trauert um vergebenen Sieg
Überhaupt nicht positiv gestimmt war dagegen Gäste-Trainer Senol Günes, der dem vergebenen Sieg nachtrauerte: „Galatasaray ist ein Tabellenführer, der die Heimstärke und Zuschauerunterstützung sehr gut umsetzen kann. Wir haben ein Spiel, das wir unbedingt gewinnen mussten, nicht gewonnen. Unser Spielverständnis, die Hilfsbereitschaft untereinander und die taktische Disziplin waren heute zufriedenstellend. Galatasaray hat versucht, mit Hilfe der Zuschauer, die den Schiedsrichter beeinflusst haben, unseren Spielfluss zu zerstören, was ihnen zum Ende der Partie auch gelang.
Konzentration auf Fenerbahce
Weiter erklärte Günes: „Wir sind 1:0 in Führung gegangen, hatten aber mehrere Chancen, die Führung weiter auszubauen. Wir waren dem Sieg näher als unser Gegner, deswegen gingen wir letztendlich enttäuscht vom Platz. Es hätte auch drei oder auch vier zu null ausgehen können. Wir werden uns jetzt auf das Fenerbahce-Spiel vorbereiten. Für uns ist jedes Spiel wichtig und wir wollen auch jedes gewinnen.“
Erdem Ufak
Gazetefutbol.de